20. März 2010
Dargestellt wird eine Ansicht des Landhaushofes

Ökumenisches Forum

Ökumenische Sozialstaatsdebatte

Heinrich Schnuderl, Michael Chalupka, Hannes Schwarz und Franz Küberl 
Heinrich Schnuderl, Michael Chalupka, Hannes Schwarz und Franz Küberl Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Heinrich Schnuderl, Michael Chalupka, Hannes Schwarz und Franz Küberl
Hermann Miklas und Hannes Schwarz 
Hermann Miklas und Hannes Schwarz Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Hermann Miklas und Hannes Schwarz
 

Bischofsvikar Dr. Heinrich Schnuderl und Superintendent Mag. Hermann Miklas hielten am 27. November 2009 die zehnjährige Jubiläumsveranstaltung des Ökumenischen Forums christlicher Kirchen in der Steiermark ab. Landtagspräsident Dr. Kurt Flecker lud aus diesem Anlass zu einer prominent besetzten Vortragsveranstaltung in den Rittersaal des Grazer Landhauses.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Abgeordneten zum Landtag Steiermark Hannes Schwarz erstatteten die Festredner Direktor Mag. Michael Chalupka von der Diakonie Österreich und der Präsident der Caritas Österreich Dr. Franz Küberl einen eindrucksvollen Statusbericht über die Lage des Sozialstaates in Österreich.

Direktor Chalupka warnte eindringlich davor, dass zeitversetzt nach einer globalen Wirtschaftskrise eine weltweite Sozialkrise zu befürchten ist, die steigende Arbeitslosigkeit und damit verbunden erhöhte Armut nach sich zieht.

Caritaspräsident Küberl unterstrich die Bedeutung kirchlicher Organisationen in der Bekämpfung sozialer Probleme und forderte alle gesellschaftlichen Verantwortungsträger auf, mit Zivilcourage die österreichische Gesellschaft „auszuleuchten". Er forderte in diesem Zusammenhang, dass die Logik der Solidarität die Logik des Profits ablösen müsse, damit die Menschheit in einer globalisierten Welt, in welcher etwa 850 Mio Menschen hungern, nicht irgendwann „aus den Wolken" fällt.

Das 10. Ökonomische Forum christlicher Kirchen in der Steiermark bewies einmal mehr, dass es sich nicht scheut, gesellschaftspolitisch brennende Probleme anzusprechen und auch klar Stellung zu beziehen.

Für LTAbg. Johannes Schwarz ist Ökumene auch aber nicht nur von innerkirchlicher Bedeutung: „Die christlichen Kirchen haben sich immer wieder zur sozialen Frage positioniert, ganz umfassend im ökumenischen Sozialwort 2004. Kirchen, Politik und Gesellschaft tragen gemeinsam Verantwortung für soziale Wärme oder Kälte in unserem Land. Wem der soziale Zusammenhalt ein Anliegen ist, der muss daher alleine schon deshalb die Ökumene unterstützen, was ich sehr gerne tue."

 
 Graz, im November 2009