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Rigoberta Menchú im Landtag Steiermark

Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú und Landtagspräsident Franz Majcen 
Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú und Landtagspräsident Franz MajcenFriedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú und Landtagspräsident Franz Majcen
 

Am Donnerstag, den 19. September 2013, empfang Landtagspräsident Franz Majcen - zwar mit einigen Stunden Verspätung aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse in Guatemala - die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú in der Landstube des Grazer Landhauses. Die Verspätung des Ehrengastes tat der Stimmung und dem großen Interesse der zahlreichen Besucherinnen und Besucher jedoch keinen Abruch. Ermöglicht haben diese ganz besondere Festveranstaltung der Club Alpbach Steiermark und sein Vorsitzender, Bundesratspräsident a.D. Prof. Herwig Hösele.

Rigoberta Menchú wurde 1959 in Chimel, Guatemala, geboren. Nachdem 1980 ihr Vater, ihre Mutter und einer ihrer Brüder vom damaligen Regime gefoltert und letztlich ermordet wurden, engagierte sich Menchú im Widerstand. Sie unterstützte jedoch nicht die bewaffnete Guerilla, sondern wählte den Weg der Worte, den Weg des Friedens. Zuerst musste sie in Guatemala untertauchen, später nach Mexiko fliehen. Doch auch aus dem Ausland setzte sie sich weiterhin für die Rechte der indigenen Minderheiten, aber auch der Landarbeiter und insbesondere der Frauen ein.

1992 wurde die Menschenrechtsaktivistin mit nur 33 Jahren als bisher jüngste Preisträgerin mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Vier Jahre später wurde sie zur Sonderbotschafterin der UNO ernannt, sie ist auch Mitglied im Club of Rome. Unter den 15 weiblichen Friedensnobelpreisträgerinnen befinden sich so bekannte Persönlichkeiten wie etwa Bertha von Suttner (1905), die Nordirinnen Betty Williams und Mairead Corrigan (1976), Mutter Teresa (1979), Aung San Suu Kuyi aus Myanmar (1991) oder zuletzt Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Roberta Gbowee (beide Liberia) und Tawakkol Karman aus dem Jemen (2011).

Mehr aus ihrer beeindruckenden Geschichte, aber auch, wofür sie bis zum heutigen Tage kämpft, erzählte Rigoberta Menchú selbst und gab tiefe Einblicke in ihre herausragende Lebensgeschichte.

Franz Majcen sprach in seinen Begrüßungsworten von einer besonderen Symbolkraft, dass „Rigoberta Menchú heute hier im Landtag spricht, wo sonst unsere gewählten Abgeodneten die Interessen der steirischen Bevölkerung vertreten. Der Landtag ist ein Hort der gelebten Demokratie, wie sie bei uns in Österreich, ja in unserem freien Europa heute eine Selbstverständlichkeit ist. Der Besuch von Rigoberta Menchú soll uns also daran erinnern, wie wichtig und verteidigenswert unsere heute so selbstverständlichen demokratischen Werte sind und welch hohes Gut unsere Demokratie bei aller berechtigten Kritik am politischen Geschehen ist. Rigoberta Menchú soll uns ein Vorbild sein: Trotz ihres tragischen familären Schicksals hat sie den Weg der Worte, den Weg des Friedens gewählt."

 

Graz, 19. September 2013

 

 

 
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