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Der Erinnerung eine Zukunft geben

Gedenkveranstaltung anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust im Landtag Steiermark

Landtagspräsidentin Dr.in Bettina Vollath lud anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Mittwoch, dem 27. Jänner 2016 zu einer Gedenkveranstaltung in die Landstube im Grazer Landhaus ein.

 

Im November 2005 haben die Vereinten Nationen den 27. Jänner, den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945, zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärt.

 

Für Landtagspräsidentin Vollath war es ein großes Anliegen, dass an diesem Tag auch ein Zeichen offiziellen Charakters gesetzt wird – ein Zeichen des Respekts und des Verantwortungsgefühls gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus sowie gegen Faschismus und Totalitarismus. „Es braucht das Wissen – ja die Überzeugung – dass  Menschenrechte nicht verhandelbar sind und dass nur Humanität die einzig wahre Antwort auf die Bestialität und Verbrechen der NS-Ideologie ist.“, so Vollath.

 

Nach zwei Impulsreferaten von Politikwissenschaftlerin Dr.in Ljiljana Radonić über die „Europäisierung des Holocaust und Erinnerungskonflikte seit 1989“ und Zeithistorikerin Univ.-Doz.in Dr.in Heidemarie Uhl, die Einblicke in die „Transformationen gesellschaftlicher Erinnerung. Österreichisches und steirisches Gedächtnis im europäischen Kontext“ gab, folgte eine angeregte Diskussionsrunde, welche von Mag.a Colette Schmidt moderiert wurde. Am Diskussionspodium saßen Landtagsabgeordneter a.D. und Zeitzeuge Franz Trampusch, Zeithistorikerin Mag.a Bettina Remp und Gedenkstättenaktivist Wolfgang Seereiter.

 

Es wurde unter anderem über die österreichische Gedenkkultur, aber auch über den Umgang der Jugend mit diesem Thema und den Erzählungen von Zeitzeugen gesprochen.

 

Dr.in Ljiljana Radonić begrüßte die Initiative dieser Gedenkveranstaltung sehr und meinte: "Der internationale Holocaust-Gedenktag steht für eine wichtige neue Entwicklung. Entscheidend ist dabei, Gedenken nicht auf ein rituelles Bekenntnis zu reduzieren, sondern auch offen über den heutigen Antisemitismus zu sprechen und diesen zu bekämpfen."


Univ.-Doz.in Dr.in Heidemarie Uhl betonte, dass es beim 27. Jänner wie auch bei allen Gedenktagen nicht ausschließlich um die Vergangenheit, sondern auch um die Gegenwart und die Zukunft gehe und meinte: „Die nach wie vor verstörende Erinnerung daran, dass der Zivilisationsbruch Auschwitz in modernen, aufgeklärten Gesellschaften Europas geplant, organisiert und durchgeführt wurde, ruft den Wert, aber auch die Verletzlichkeit von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit ins Bewusstsein.“ 


Zu diesem Thema findet derzeit auch eine Ausstellung im GrazMuseum statt, „Kunstwerke aus der Sammlung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes“ von 28.1.-25.4.2016.

 

 

 

Graz, am 27.01.2016 

 
Uhl, Vollath, Radonic © Eigletsberger/LTD
Uhl, Vollath, RadonicUhl, Vollath, Radonic
© Eigletsberger/LTD
 
Der Erinnerung eine Zukunft geben © Eigletsberger/LTD
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