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Mitmischen im Landhaus zieht Bilanz

Bettina Vollath, Daniela Köck, Ursula Lackner © LTD/Eigletsberger
Bettina Vollath, Daniela Köck, Ursula LacknerBettina Vollath, Daniela Köck, Ursula Lackner
© LTD/Eigletsberger
 
Zertifikatsverleihung von Mitmischen im Landhaus © LTD/Eigletsberger
Zertifikatsverleihung von Mitmischen im LandhausZertifikatsverleihung von Mitmischen im Landhaus
© LTD/Eigletsberger
 

Knapp 4300 steirische Jugendliche haben in den letzten sieben Jahren die Gelegenheit genutzt, an einer der drei angebotenen Werkstätten rund um Politik, Partizipation und Medien von Mitmischen im Landhaus teilzunehmen!


Allein in diesem Schuljahr 2015/16 haben über 600 Jugendliche in den Workshops die Landespolitik hautnah kennengelernt.


Der Verein beteiligung.st, die Fachstelle für Kinder-, Jugend- und BürgerInnenbeteiligung, führt das Projekt Mitmischen im Landhaus durch. Am Ende dieses Schuljahrs ziehen die Präsidentin des Landtages, Dr.in Bettina Vollath, Bildungslandesrätin Mag.a Ursula Lackner und Geschäftsführerin Mag.a Daniela Köck Bilanz.

 

POLTISCHE BILDUNG IM LANDHAUS


Die Diskussion um politische Bildung in und außerhalb der Schule ist mannigfaltig. Die Notwendigkeit, informiert zu sein und sich mit politischen Prozessen auseinanderzusetzen, wird von Jugendlichen selbst gefordert. Mitmischen im Landhaus ist dafür ein prominentes Beispiel.
Junge Menschen werden in den Werkstätten ermutigt, in der Politik mitzumischen; genau hinzuschauen, kritisch zu hinterfragen, eigene Standpunkte einzubringen, sich selbst zu engagieren.
Die Zusammenarbeit von Schule, beteiligung.st und dem Land Steiermark sowie dem Landtag gelingt seit über sieben Jahren. Ein Rundgang durchs Landhaus, der Besuch in den Büros und die Diskussion mit den Landtagsabgeordneten sind nur einige Programmpunkte, die in den Werkstätten stattfinden.

 

Dr.in Bettina Vollath, Präsidentin Landtag Steiermark: „In politischen Debatten und auch beim Wahrnehmen des Wahlrechtes sind Information und das Wissen über die verschiedenen Zusammenhänge und Prozesse in unserem demokratisch repräsentativen System eine unerlässliche Voraussetzung. Offenheit und Transparenz der politischen Abläufe sind mir ein dringendes Anliegen und sehe ich die notwendige Öffnung als eine große Herausforderung für alle Politikerinnen und Politiker. Ich finde, es ist gut und wichtig, wenn politische Bildung gefordert und auch gefördert wird. Das Team von beteiligung.st leistet mit Mitmischen im Landhaus einen wichtigen Beitrag für die Zukunft junger Menschen, denen es nicht egal ist, wie die politische Zukunft der Steiermark aussehen könnte."

Landesrätin für Bildung und Gesellschaft, Mag.a Ursula Lackner:
„Mitreden statt einfach schweigen, mitdenken statt nur gedankenlos hinnehmen, mit dabei sein statt bloß erzählt bekommen - mehr als 4000 steirische SchülerInnen haben in den letzten sieben Jahren bereits die Gelegenheit genützt, Demokratie und Politik hautnah zu erleben. Beim „Mitmischen im Landhaus". Diese Initiative des Landtagspräsidiums und meines Ressorts hat das Ziel, Jugendlichen begreifbar zu machen, was es bedeutet, Politik zu machen; ihnen zu zeigen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen; ihnen zu verdeutlichen, wie sie sich selbst in die Gestaltung unseres Landes einbringen können.
Sie erkennen dabei, wie wertvoll und schützenswert unsere Demokratie ist."

Geschäftsführerin beteiligung.st, Mag.a Daniela Köck: „Es freut mich, dass sich Mitmischen so gut entwickelt hat. Die Werkstätten sind eine ideale Ergänzung zur politischen Bildung in der Schule. Wir machen Politik erfahrbar."

Im Landhaus werden drei verschiedene Werkstätten angeboten, die vierte findet in der Schule statt - die Schulwerkstatt. Dabei bekommt die Klasse einen Auftrag, welchen es zu erfüllen gilt.
Die Werkstätten bauen nicht aufeinander auf. Daher kann sowohl jede Werkstatt für sich besucht werden, und es ist für einzelne Schulklassen auch möglich, alle drei Werkstätten im Landhaus (inkl. Schulwerkstatt) zu absolvieren.

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten nach Absolvierung einer Werkstatt eine Teilnahmebestätigung. Schülerinnen und Schüler, die alle drei Werkstätten inkl. Schulwerkstatt abgeschlossen haben, erhalten im Landhaus feierlich ein Zertifikat.

So auch am Mittwoch, dem 22.06.2016. Die NMS BG/BRG Klusemannstraße und die PTS Leibnitz absolvierten alle drei Werkstätten im Landhaus und abschließend auch die Schulwerkstatt. Insgesamt 38 Schülerinnen und Schüler bekamen von der Präsidentin des Landtages, Dr.in Bettina Vollath und Landtagsabgeordneten Mag. Stefan Hofer in Vertretung von Bildungslandesrätin Mag.a Ursula Lackner, ihr Zertifikat in der Landstube des Landhauses überreicht.

Eine der Teilnehmenden war Chiara Kanya, sie freute sich sehr über ihr Zertifikat und blickt auf das Erlebte zurück: „Die Workshops im Landhaus haben sich vor allem durch Vielfältigkeit ausgezeichnet. Am besten hat mir persönlich die Werkstätte zur Partizipation gefallen, da wir dort am meisten selbstständig mitarbeiten und mitdenken konnten."

Maximilian Domanyi erhielt an diesem Tag auch sein Zertifikat und meinte: „Im Allgemeinen finde ich es mehr als nur eine gute Idee solche Werkstätten mit Schülern/innen durchzuführen, da Politik und Medienwelt so doch ein bisschen einfacher zu verstehen sind. Besonders hervorheben möchte ich das Planspiel zum Thema Partizipation, bei dem die Arbeitshaltung von allen Schülern/innen aus meiner Sicht besonders lobenswert war. Ich denke, dass durch aktive Auseinandersetzung am meisten Wissen hängenbleibt."

 

 

Zahlen/Daten/Fakten

 

Mitmischen im Landhaus 2015/16 allgemein:

30 Werkstätten:

17 Politikwerkstätten
8 Partizipationswerkstätten
5 Medienwerkstätten

 

633 Jugendliche (Kontaktzählung):

355 weiblich
278 männlich

davon
234 13-15 Jahre
363 16-18 Jahre
36 über 18 Jahre

 

Verteilung der Jugendlichen auf die Werkstätten:

Politik: 341 Jugendliche
Partizipation: 180 Jugendliche
Medien: 112 Jugendliche

 

Insgesamt nahmen 20 Schulen (davon 28 Klassen) aus 9 Schultypen an den 30 Werkstätten in diesem Schuljahr teil.
Die Teilnehmenden kamen aus 10 Bezirken - alle steirischen Regionen wurden somit erreicht.

9 Schultypen:
PTS, HLW, BG/BRG, BORG, LFS, BAKIP, LBS, BHAK/BHAS, NMS

10 Bezirke: BM, G, GU, WZ, LB, MT, SO, LI, LE, DL

 

 

Die Werkstätten

 

Politikwerkstatt
Inhalte: Was ist der Landtag? Welche Aufgaben und Kompetenzen hat er? Wie wird in der Steiermark Landespolitik gemacht? Wie entsteht ein Gesetz?


In dieser Werkstatt beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Grundlagen der steirischen Landespolitik. In drei Stationen wird der Landtag als Institution mit seinen Kompetenzen, Aufgaben und Funktionsweisen beleuchtet. Die Inhalte werden möglichst nah an der Lebenssituation der Jugendlichen diskutiert und präsentiert. Kernstück der Politikwerkstatt ist die Diskussion mit Landtagsabgeordneten aller Fraktionen.


Die Jugendlichen unternehmen eine Expedition durch den Landtag und verfolgen so die Grundbegriffe und Zusammenhänge der Gesetzgebung. Dabei lösen sie im Team verschiedene Aufgaben und sammeln Informationen über die Tätigkeit des Landtags sowie allgemeine Strukturen und Abläufe von Politik. Zentrales Anliegen dabei ist es, immer wieder Verbindungen zwischen für die Jugendlichen relevanten Themen aus ihrem Lebensumfeld und der Arbeit des Landtags herzustellen.


Die Jugendlichen entwickeln in Kleingruppen Fragen und führen anschließend mit steirischen Landespolitikerinnen und -politikern ein moderiertes Gespräch.


Dabei sollen nicht Diskussionen über parteipolitische Inhalte, sondern über allgemeine politische Themen, die Tätigkeit des Landtags sowie die persönlichen Motivationen und Werte der Politikerinnen und Politiker zu politischem Engagement Platz finden.


Die Jugendlichen bekommen so einen Einblick, warum Menschen „in die Politik gehen", welche Möglichkeiten zur Veränderung der Gesellschaft sie dadurch haben und was es tatsächlich bedeutet, Landtagsabgeordnete bzw. Landtagsabgeordneter zu sein.

 

 

Medienwerkstatt
Inhalte: Woher kommen Informationen? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Medien und Politik? Wie können Bilder und Aussagen auf unterschiedliche Arten dargestellt werden? Wie kann durch Medien manipuliert werden? Was sind private Medien, was bedeutet öffentlich-rechtlich?


Die Werkstatt fokussiert auf das Zusammenspiel von Medien und Politik: Die Medienlandschaft Österreichs und das Phänomen Mediendemokratie werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Durch praktische Beispiele und interaktive Übungen erfahren die Schülerinnen und Schüler die Wirkung und Möglichkeiten von Medien und diskutieren über Wahrnehmung und Meinungsbildungsprozesse.


Im Mittelpunkt der Werkstatt stehen die eigenen Erfahrungen der Jugendlichen mit Medien. Sie sammeln praktische Erfahrungen mit technischen Möglichkeiten in der Medienproduktion an den Beispielen Audioschnitt, Bildwahrnehmung und bekommen Einblick in der Medienarbeit der Politik. Themen wie die Wirkung von Medien auf die Meinungsbildung werden diskutiert. Zentralen Raum in der Werkstatt nehmen Themen ein, die die Jugendlichen einbringen.

 

 

Partizipationswerkstatt
Inhalte: Wie „funktioniert" Demokratie? Was bedeutet es, Politik auf der Kommunalebene zu gestalten und Herausforderungen sind damit verbunden? Wie und wo kann man die eigene Meinung einbringen und aktiv mitgestalten? Welche Werte sind für mein (politisches) Denken und Handeln ausschlaggebend?
Im Rahmen eines Planspiels setzen sich die Jugendlichen aktiv mit verschiedenen Aspekten von Demokratie auseinander. Die Schülerinnen und Schüler tauchen in die politische Welt einer fiktiven Gemeinde ein und gestalten diese. Dadurch wird das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für die aktive Teilnahme am politischen Geschehen geschärft. Fremdbestimmung und Selbstbestimmung werden unmittelbar erlebt. Großer Wert wird auf die Reflexion des Spieles und auf den Transfer des Erlebten in die Realität gelegt.


Auf spielerische Weise wird für die Jugendlichen Demokratie erfahrbar gemacht. Der Meinungsbildungsprozess, Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten und das gemeinsame Finden von Lösungen sind Themen des Spiels. Dabei erfahren die Jugendlichen welchen Wert demokratische Rechte und Institutionen haben und was deren Verlust bedeuten kann. Das Bewusstsein der Jugendlichen für aktive Teilnahme am politischen Geschehen wird durch das direkte Erfahren und Erleben politischer Prozesse gestärkt und aktiviert.

 

 

Werkstatt in der Schule (Nachbereitung)
Besucht eine Klasse alle drei Werkstätten, erklären sich die Lehrpersonen damit bereit, eine vierte, selbst gestaltete Werkstatt in der Schule bzw. in der jeweiligen Institution zu gestalten. Gemeinsam mit den Lehrpersonen werden Arbeitsaufträge vereinbart, die von den Jugendlichen bearbeitet werden. Beteiligung.st stellt dafür Unterlagen zur Verfügung. Inhaltlich soll sich die Schulwerkstatt an den absolvierten Werkstätten orientieren und auf das dort erworbene Wissen aufbauen. Ziel ist eine kreative Auseinandersetzung der Jugendlichen mit demokratiepolitischen Werten und Themen.

 

Zur Organisation


beteiligung.st - Begleitung, Beratung, Moderation, Fortbildung
Die steirische Fachstelle für Kinder-, Jugend- und BürgerInnenbeteiligung ist ein gemeinnütziger und überparteilicher Verein und unterstützt die Entwicklung von Beteiligungsmodellen für Kinder, Jugendliche und erwachsene BürgerInnen. beteiligung.st setzt sich für das Recht auf Mitbestimmung ein und entwickelt gemeinsam passende Rahmenbedingungen für eine Kultur des Mitredens, Mitmachens und Mitbestimmens. beteiligung.st bietet projektspezifische Angebote an, wie etwa Mitmischen im Landhaus, Mitmischen in Graz und ein Planspiel Demokratie-Bausteine.


Weitere Informationen über Mitmischen im Landhaus finden Sie auf www.beteiligung.st.

 

 

 

 
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