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LAND.HAUS.GESPRÄCH. - Genug für alle?

Die Arbeit der Zukunft und die Finanzierung sozialer Sicherungssysteme als zentrale Themen im Landhaus.

Genug für alle? Diskussion im LandhausAgnes Streissler-Führer, Michael ChristlChristine MayrhuberImpulsvortrag Werner AnzenbergerWerner Anzenberger, Manuela Raidl, Bettina Vollath, Agnes Streissler-Führer

Am Donnerstag, dem 3. November 2016, fand eine weitere Veranstaltung des Formates LAND.HAUS.GESPRÄCH. im Plenarsaal des Landtages Steiermark statt.

 

Zentrales Thema dieses Abends war die Arbeit der Zukunft verbunden mit der Finanzierung sozialer Sicherungssysteme. Zum Thema diskutierten über Einladung von Landtagspräsidentin Dr.in Bettina Vollath, DDr. Werner Anzenberger (AK Steiermark) , Mag.a Christine Mayrhuber (Wifo), MMag.a Agnes Streissler-Führer (Wirtschaftspolitische Projektberatung) und Mag. Michael Christl (Agenda Austria).

 

Vollath zeigte sich sehr erfreut über die mehr als 100 interessierten Besucherinnen und Besucher und betonte: „Es ist ein Thema, das uns alle betrifft, das die Politik beinahe überall auf der Welt beschäftigt und uns, nicht nur in der Steiermark, auch noch einige Zeit beschäftigen wird. Die Sicherung von Arbeit ist eine der wesentlichen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft, aber: Geht uns die Arbeit aus? Wie sieht es mit den Pensionen der Zukunft aus, wie hoch soll das Arbeitslosengeld sein? Stichworte Mindestsicherung, bedingungsloses Grundeinkommen - diese und viele mehr sind Fragen, denen wir uns ernsthaft und intensiv stellen müssen. Es ist gut und notwendig, dass Expertinnen und Experten miteinander ins Gespräch kommen und damit sicher auch neue Denkanstöße zu einer großen Herausforderung geben."

 

Mit einem Impulsreferat von DDr. Werner Anzenberger begann ein spannender Diskussionsabend. „In der Arbeitswelt wird sich viel verändern: Der technische Fortschritt sollte unser Leben erleichtern. Neue Formen der Arbeit schaffen neue Herausforderungen. Eine gerechte Verteilung der Erwerbsarbeit - und in der Folge eine Arbeitszeitverkürzung - sind ebenso ein Gebot der Stunde wie die innovative Verankerung jeglicher Beschäftigung im Arbeits- und Sozialrecht.", meinte Anzenberger.

 

Die Ökonomin Mag.a Christine Mayrhuber vom Institut für Wirtschaftsforschung, gab anschließend einen fundierten und detaillierten Einblick in den Arbeitsmarkt und beleuchtete diesen auch aus makroökonomischer Sicht mit speziellem Fokus auf die gesellschaftliche Verteilung und die sozialen Transfers.

 

Die folgende, von PULS 4-Moderatorin Manuela Raidl geleitete Diskussion, verlief spannend und über weite Strecken durchaus konträr. Der Diskussionsverlauf zeigte rasch, wie viele unterschiedliche Lösungsmodelle für wichtige Zukunftsfragen bestehen.

 

Ob Pensionsantrittsalter oder bedingungsloses Grundeinkommen, die dargelegten Argumente sind vielfältig und aufschlussreich. Darüber, dass sich Österreich in Zukunft intensiv mit Verteilungsfragen beschäftigen muss, waren sich die Referentinnen und Referenten einig und auch, dass vermehrt strukturelle Probleme bestehen, die noch aufgelöst werden müssen.

Graz, am 4. November 2016 

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