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„Gedenken in Tönen“ - Konzert im Landhaus

Katzarofski, Lanner, Vollath © Eigletsberger/LTD
Katzarofski, Lanner, Vollath
© Eigletsberger/LTD

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Im Zeichen des Gedenkens an durch das NS-Regime vertriebene oder ermordete jüdische KomponistInnen lud Landtagspräsidentin Bettina Vollath am 26. November zu einem Konzert in den Rittersaal des Grazer Landhauses.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Musik.Geschichte.Live!" befassten sich Schülerinnen und Schüler des Johann-Joseph-Fux Konservatoriums, der Musikschule Weiz sowie Studierende der Kunstuniversitäten Graz und Wien mit diesem dunklen Abschnitt österreichischer Geschichte - am 26. November präsentierten sie Werke und selten aufgeführte Stücke jüdischer Kunstschaffender aus jener Zeit.

Für Landtagspräsidentin Vollath ist es ein wichtiges Anliegen, dass sich vor allem auch die jüngeren Generationen mit dem Fall der Demokratie, den Grausamkeiten des NS-Regimes und der Verfolgung von Minderheiten auseinandersetzen, um das Gedenken daran als Mahnung und Kompass für die Zukunft stets aufrecht zu halten.

Neben den Veranstaltungen im Rahmen der Initiative Lebendige Erinnerungskultur in der Steiermark leistet auch das Konzertprojekt „Gedenken in Tönen" hierbei einen wichtigen Beitrag.

Landtagspräsidentin Vollath hielt fest: „Dieses Konzert transportiert mein großes Anliegen, die Wertschätzung, das Gedenken und die Erinnerung, die wir den KünstlerInnen von damals schulden, wieder aufleben zu lassen und lebendig zu erhalten. Ich danke den jungen Musiktalenten dafür, dass sie für den heutigen Konzertabend konzentriert geprobt, aber vor allem auch, dass sie sich mit unserer Geschichte auseinandergesetzt haben und von nun an ihre Erkenntnisse auch weitergeben können."

Der Leiter des Johann-Joseph-Fux Konservatoriums, Eduard Lanner, sprach Grußworte zu den Konzertgästen und den jungen Musizierenden. „Es ist schwer in Worte zu fassen, wie umfassend die Machtübernahme der Nationalsozialisten geordnete Lebensentwürfe und Lebensbahnen durcheinandergebracht und zerstört hat. Der sogenannte Anschluss Österreichs zwang zahlreiche Komponisten zur Aufgabe ihres Lebensmittelpunkts und zur Emigration. Das heutige Konzert, das uns wertvolle Werke dieser Tonschöpfer beeindruckend nähergebracht hat, setzt ein künstlerisches Ausrufezeichen: Die Auseinandersetzung mit dieser Musik, die eine universelle Sprache ist, lehrt uns aufeinander zu hören, aufeinander zuzugehen und Grenzen zu überwinden. Die damaligen Geschehnisse dürfen sich nie mehr wiederholen.", so Lanner.

Für die Konzeption verantwortlich zeigte sich Projektleiterin Birgit Katzarofski, die pädagogische Aufbereitung übernahm Susanne Janes vom Johann-Joseph-Fux Konservatorium.

Externe Verknüpfung Das Musikprogramm

Graz, am 26. November 2018

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