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Jugendliche gestalten Landespolitik mit! - Der Jugendlandtag 2019

Sagen was Sache ist und gehört werden: Der Jugendlandtag am 1. März 2019 rückte die Standpunkte der Jugendlichen in den Mittelpunkt und gab ihnen die Möglichkeit, eigene Anliegen und Forderungen an die heimische Landespolitik, direkt und unmittelbar zu richten.

Alle im Landtag Steiermark vertretenen Parteien beschlossen einstimmig die neuerliche Abhaltung des Jugendlandtages. Dabei wurde der Verein beteiligung.st, Fachstelle für Kinder und Jugendbeteiligung, beauftragt den Jugendlandtag zu organisieren und vorzubereiten, welcher am Freitag, dem 1. März 2019 durchgeführt wurde.

Dazu wurde im Vorfeld zu 13 Regionaltreffen steiermarkweit eingeladen, um zu gewährleisten, dass möglichst viele Jugendliche aus allen Regionen des Bundeslandes daran teilnehmen und ihre Ideen bereits dort ausarbeiten und vorstellen können. Mit Jugendlichen unterschiedlichen Alters zwischen 16 und 20 Jahren, aus verschiedenen Lebensbereichen und Regionen der Steiermark, wurde die steirische Vielfalt widergespiegelt.

Der Jugendlandtag ist eine Gelegenheit, die Themen der Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen. Konkret wurden am Donnerstag, dem Vorbereitungstag für den Jugendlandtag, selbstverfasste Anträge ausgearbeitet, welche im Anschluss den Jugendsprecherinnen und Jugendsprechern und den Mitgliedern der Landesregierung im Sitzungssaal des Landtages präsentiert wurden. Die Politikerinnen und Politiker konnten sich somit intensiv mit den Interessen der Jugendlichen auseinandersetzen und darüber reflektieren.

Für Landtagspräsidentin Bettina Vollath stellt es ein persönliches Anliegen dar, der jungen Generation umfassendes Gehör in Bezug auf deren politische Anliegen zu verschaffen: „Damit es zur Verankerung demokratischer Werte bei jungen Menschen kommt und sie von Beginn an lernen, dass es wichtig ist für das Funktionieren einer Demokratie, dass die Bürgerinnen und Bürger sich aktiv beteiligen, bedarf es unterschiedlichster Initiativen. Eine davon ist die Durchführung eines Jugendlandtages. Der Jugendlandtag zeigt, wie engagiert und leidenschaftlich sich junge Menschen für ihre persönlichen Anliegen einsetzen und dass sie auch nicht davor zurückscheuen, öffentlich ihre Standpunkte zu vertreten. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die zur Abhaltung des Jugendlandtages beigetragen haben und natürlich auch bei den Jugendlichen selbst und hoffe, dass sie viel von diesem Projekt profitieren können!"

Beim „Meet & Greet" hatten die jungen Menschen vor Beginn der Sitzung die Gelegenheit, mit den anwesenden Politikerinnen und Politikern ins persönliche Gespräch zu kommen. Durch die anschließende Sitzung des Jugendlandtages führte Zweite Landtagspräsidentin Manuela Khom, ganz im Stil einer offiziellen Landtagssitzung, was den Jugendlichen sichtlich gefiel und auch dazu motivierte, spannende Reden zu wichtigen Themen zu halten.

Die Themen der Jugendlichen waren breit gefächert. Von Umweltschutzmaßnahmen bis hin zur Förderung und Bewusstseinsbildung einer gesunden Lebensweise, wie zum Beispiel durch Sport.

Die Anträge der Jugendlichen beim Jugendlandtag werden später auch Thema im Landtag sein und noch weiterhin für Gesprächsstoff in der Landstube sorgen.

Bildungs- und Jugendlandesrätin Ursula Lackner freute sich über das große Interesse so vieler Jugendlicher und betonte: „Es ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, das Interesse für politische Prozesse und demokratische Willensbildung so früh wie möglich zu vermitteln. Ich möchte daher, dass Jugendliche nicht nur hautnah erleben können, wie demokratische Prozesse ablaufen, sondern auch, dass sie sich daran beteiligen. Ich habe daher in meiner Amtszeit mehrere Initiativen gestartet, die Jugendliche unterstützen, ihre Lebenswelt und ihr Lebensumfeld auf demokratische Weise und in politischen Prozessen mitzugestalten. Ich halte es für notwendig, immer wieder die Jugendlichen zu animieren, sich einzubringen und begrüße es, dass in dieser Periode bereits zum zweiten Mal ein Jugendlandtag abgehalten wird."

Auch Daniela Köck, die Geschäftsführerin der durchführenden Organisation beteiligung.st, betonte, dass der Jugendlandtag Sichtweisen und Ideen von Jugendlichen in den Landtag bringt. „Besonders durch den Austausch und dem persönlichen Kennenlernen wird die Distanz zwischen Jugendlichen und PolitikerInnen kleiner. Wir freuen uns, dass wir den Jugendlandtag begleiten.", so Köck.


 

 

Jugendliche Statements:

„Der Jugendlandtag war super! Es war wirklich interessant. Besonders spannend fand ich es, zu meinen Ideen andere Standpunkte zu hören und mit anderen Jugendlichen meinen Antrag zu diskutieren. Mein Antrag befasst sich mit der Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel. Ich selbst lebe in der Obersteiermark und weiß, wie wichtig eine gute Anbindung ist."

Janica Schaffer, 17

 

 „Der Jugendlandtag war ein schöner zweitägiger Ausflug in die Politik und sehr erfahrungsreich für mich. Ich freue mich, dass ich den Antrag meiner Gruppe vortragen darf. Umweltschutz und Müllvermeidung sind mir ein persönliches Anliegen und ich finde es gut, dass ich das der steirischen Politik mitteilen kann. Die Schönheit der Natur sollte unbedingt erhalten bleiben."

Clemens Pabst, 18

 

 

Statements der JugendsprecherInnen im Landtag:

„Der Jugendlandtag ist ein wichtiger Beitrag zur Beteiligung junger Menschen an der Politik. Die Jugendlichen lernen einerseits die Abläufe parlamentarischer Diskussionen kennen, andererseits auch Diskussionen zu führen, Mehrheiten zu suchen und ihre Anliegen zu formulieren. So kann Demokratie und politische Bildung hautnah erlebt werden."
SPÖ-Jugendsprecherin LTAbg. Michaela Grubesa

 

„Der Jugendlandtag ist ein starkes Zeichen für die Beteiligung junger Menschen an politischen Prozessen. Unsere Aufgabe als Politikerinnen und Politiker ist, diese Art der Partizipation weiterhin zu unterstützen und auszubauen. Der Jugendlandtag bietet jungen Bürgerinnen und Bürgern in der Steiermark die Möglichkeit, mehr über die Abläufe und Aufgaben von Politik zu erfahren und ihre Anliegen einzubringen. Ich habe mich sehr über die spannenden Diskussionen gefreut."

ÖVP-Jugendsprecher LTAbg. Lukas Schnitzer

 

„Wir Freiheitliche sehen den Jugendlandtag als wichtige Möglichkeit für Jugendliche, zu aktuellen Themen Stellung zu beziehen und mit politisch Verantwortlichen zu diskutieren. Der aktive Ideenaustausch führt zweifelsohne zu einer Belebung der Landespolitik und kann darüber hinaus auch der Politikverdrossenheit entgegenwirken. Uns ist die Einbindung der Jugend ein besonderes Anliegen, nicht zuletzt fordern wir Freiheitliche deshalb auch die Institutionalisierung des ebenfalls bedeutungsvollen Jugendparlaments über ein Landesgesetz."

FPÖ-Jugendsprecherin LTAbg. Liane Moitzi

 

„Der Jugendlandtag ist ein wichtiges Signal in der steirischen Politik, aber wir müssen uns verstärkt bemühen, die Anliegen und Beschlüsse der Jugendlichen auch rasch in die Tat umzusetzen. Erst dann können wir von wirklicher Mitbestimmung der jungen Steirerinnen und Steirer sprechen"

GRÜNE-Jugendsprecherin LTAbg. Lara Köck

 

 „Früh übt sich, wer verändern will", war einmal eine Antwort von Jugendlichen auf meine Frage, warum sie beim Jugendlandtag mitmachen. Ich finde das großartig, denn ich bin der festen Überzeugung, dass Menschen auch abseits von Wahltagen am politischen Geschehen teilnehmen und mitgestalten sollen. Wenn junge Steirerinnen und Steirer selbst aktiv werden und beim Jugendlandtag mitmachen, bekommen sie nicht nur Einblicke in die Landespolitik, sondern haben dabei auch die Möglichkeit Themen einzubringen und politische Entwicklungen zu beeinflussen. Demokratie und Partizipation sollen keine leeren Worthülsen sein. Politik soll für die Menschen gemacht werden - am besten mit ihnen und nicht über ihre Köpfe hinweg!"

KPÖ-Jugendsprecherin KO LTAbg. Claudia Klimt-Weithaler




Graz, am 1. März 2019








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