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10. LAND.HAUS.GESPRÄCH.

Frieden - Was ist der Beitrag christlicher Kirchen zum Frieden?

Vollath, Heil, Trauner, Prettenthaler, Rosen, Miklas, Gigler © Mario Sudy
Vollath, Heil, Trauner, Prettenthaler, Rosen, Miklas, Gigler
© Mario Sudy









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Am Montag, dem 18. März 2019 lud Landtagspräsidentin Bettina Vollath zur nunmehr dritten und damit letzten der gemeinsam mit dem Grazer TRIALOG-FORUM konzipierten Veranstaltungen im Rahmen der erfolgreichen Reihe LAND.HAUS.GESPRÄCH. ein.

Der Schwerpunkt dieser Kooperation lag auf den drei abrahamitischen Religionen Islam, Judentum und Christentum.

Dieses Mal stand das Christentum im Zentrum des Abends. Um über die Frage „Was ist der Beitrag christlicher Kirchen zum Frieden?" zu diskutieren, wurden interessante Persönlichkeiten mit spannenden Zugängen eingeladen.

Die Gesprächsteilnehmenden:

  • Christoph Heil, Professor für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der KFU Graz

  • Hermann Miklas, Superintendent der evangelischen Diözese Steiermark außer Dienst und langjähriger Vorsitzender des Ökumenischen Forums christlicher Kirchen in der Steiermark

  • Monika Prettenthaler, Religions- und Ethikdidaktikerin am Institut für Katechetik und Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der KFU Graz

  • Karl-Reinhart Trauner, Militärsuperintendent und Privatdozent an der Evangelisch-Theologischen Fakultät Wien

Landtagspräsidentin Vollath eröffnete den Abend in der Landstube des Grazer Landhauses. Für sie steht fest: „Nicht nur einzelne Personen, sondern auch Kirchen und Religionsgemeinschaften können ein wichtiges Potential zur Wahrung und Wiederherstellung des Friedens entfalten. In der gegenwärtigen Weltlage ist es wohl eine der zentralen Aufgaben der Religionsgemeinschaften, gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit zu werben und Versöhnung, Dialog und Zusammenarbeit gegen alle Formen von Hass und Unfrieden zu setzen."

Für das TRIALOG-FORUM richtete Elie Rosen, der Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz, seine Grußworte an die Gäste. „Den aktuellen Gefährdungen des Friedens durch ethnische Konflikte, organisierte Kriminalität oder Terrorismus kann heute nur in solidarischer internationaler Zusammenarbeit sinnvoll begegnet werden. Dabei kommt neben den anderen Glaubensgemeinschaften insbesondere den christlichen Kirchen eine bedeutende Rolle zu.", so Rosen.

Die Gesprächsrunde wurde eingeleitet von Impulsvorträgen von Christoph Heil und Hermann Miklas.

Christoph Heil verwies unter anderem auf die Bibel: „Hier begegnet ein souveräner, liebevoller Gott, der den Frieden und das Gute für alle Menschen will und ermöglicht. Diesem Gott des Friedens müssen sich die Kirchen je neu zuwenden, um einen Beitrag für den Frieden zu leisten."

Für Hermann Miklas, dem früheren langjährigen Vorsitzenden des Ökumenischen Forums steht fest: „Angst vor Verlust der eigenen Identität - auch der religiösen Identität - ist einer der häufigsten Auslöser für Aggression. Darum ist ein achtsamer Umgang mit Differenzen so wichtig. Der nachhaltigste Beitrag des Christentums zum Frieden ist der gelebte Glaube an einen alle Menschen liebenden Gott."

Monika Prettenthaler betonte: „Aus christlicher Sicht sind soziale Gerechtigkeit, Frieden und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und deren Ressourcen miteinander verknüpft. Wie eng dieser Zusammenhang ist, machen viele aktuelle Herausforderungen bewusst. Christliche Spiritualität motiviert zu ersten Schritten."

Militärsuperintendent Karl-Reinhart Trauner sprach aus Sicht des Militärs in Zusammenhang mit Glaube und Friede. „Der Mensch ist nach jüdisch-christlicher Überzeugung dazu bestimmt, die Welt positiv zu gestalten. Dort, wo Friede nicht besteht, ist er zu schaffen, wozu im Extremfall unter strengen Kriterien auch militärische Gewalt eingesetzt werden kann.", so Trauner.

Die Moderation des Abends übernahm Kleine Zeitung Redakteurin Claudia Gigler und für die musikalische Umrahmung sorgen Studierende des Johann-Joseph-Fux Konservatoriums.

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Graz, am 18. März 2019

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