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Gedenkinitiativen in der Steiermark

Bettina Vollath 
Bettina Vollath

Um eine Erinnerungskultur in der Steiermark aufrecht und weiter lebendig zu erhalten, braucht es Menschen, die sich engagieren. Erfreulicher Weise geschieht genau dies in der Steiermark in hohem Maße - darüber bin ich sehr dankbar. Mir ist es daher ein wichtiges Anliegen, im Rahmen der Initiative „Lebendige Erinnerungskultur in der Steiermark" einen Überblick über bestehende Gedenkinitiativen in unserem Bundesland zu geben und dadurch zu ihrer Sichtbarkeit beizutragen. Diese Übersicht hat (noch) keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn sie wird laufend erweitert. Sie wissen von einer Initiative, die noch nicht angeführt wird? Lassen Sie es mich bitte wissen, es wäre mir eine Freude, sie in diese Auflistung aufzunehmen.

Herzlichst,

Dr.in Bettina Vollath
Präsidentin Landtag Steiermark

 
Haben auch Sie eine Gedenkinitiative, die Sie dieser Übersicht hinzufügen möchten? Senden Sie Ihre Gedenkinitiative an: 

direktion@landtag.steiermark.at

  • Name der Gedenkinitiative/n
  • Kurzbeschreibung
  • Ein Foto oder eine Abbildung
  • Kontaktdaten

 




Aflenz/Marktgemeinde Wagna - Gedächtnisstollen "Römerhöhle"

Gedenkstätte Aflenz © Marktgemeinde Wagna
Gedenkstätte Aflenz
© Marktgemeinde Wagna


Während des Zweiten Weltkrieges wurde in den Aflenzer Bergwerksstollen eine Kriegsindustrie installiert. Es war eine Arbeitsgemeinschaft der „Herman Göring Werke", der „Messerschmitt Flugzeugwerke" und der „Steyr-Daimler-Puch-AG". Bedingt durch die alliierten Bombenangriffe auf Graz wurde das Werk Thondorf der Steyr-Daimler-Puch-AG in die bombensicheren Stollen nach Aflenz verlegt. Zuerst wurde in Aflenz ab Dezember 1943 ein Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen errichtet. Etwa 600 Häftlinge mussten dann das zivile Arbeitslager errichten und die Bergwerksstollen zu Fabrikshallen umbauen. Bis zum April 1945 sind etwa 200 Häftlinge zu Tode gekommen. 

In der sogenannten „Römerhöhle"- dem Hauptstollen des Rüstungsbetriebes -  gibt es seit dem Jahre 2004 eine gut besuchte Gedächtnisausstellung und eine Ausstellung mit Aussagen von Zeitzeugen.

Kontakt:

Marktgemeinde Wagna
8435 Wagna, Marktplatz 4
Tel.: 03452 825820
gemeinde@wagna.at

Mauthausen Komitee Aflenz: Franz Trampusch
8430 Leitring, Leitringerstraße 40
Tel.: 0664 3950784


Aflenz/Marktgemeinde Wagna - Wächterhaus Aflenz

Wächterhaus Aflenz © Marktgemeinde Wagna
Wächterhaus Aflenz
© Marktgemeinde Wagna


Während der Dauer des Rüstungsbetriebes wurde ein Ortsteil von Aflenz hermetisch abgesperrt. Das sogenannte „Wächterhaus" war die Kontrollstelle für alle Personen, die den Rüstungsbetrieb oder die beiden Lager betreten wollten. Nur mit einem speziellen Ausweis  konnte die Kontrollstelle passiert werden.

Gemeinsam mit dem Land Steiermark, vertreten durch „Kultur im öffentlichen Raum" und der Marktgemeinde Wagna wurde die Ruine dieser Kontrollstelle zur Gedächtnisstätte „Wächterhaus" umgestaltet. Im „Wächterhaus" werden permanent aktuelle Videos zum Thema „Menschenrechte" gezeigt.


Kontakt:

Marktgemeinde Wagna
8435 Wagna, Marktplatz 4
Tel.: 03452 825820
gemeinde@wagna.at

Mauthausen Komitee Aflenz: Franz Trampusch
8430 Leitring, Leitringerstraße 40
Tel.: 0664 3950784



 

Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktive AntifaschistInnen, Landesorganisation Steiermark

Gedenkfahrt mit der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich zum Konzentrationslager Risiera di San Sabba/ Triest bzw. zur gemeinsamen Gedenkstätte Italiens, Sloweniens und Kroatiens für die slowenischen und kroatischen Opfer des Faschismus in Gonars  © Landesorganisation Steiermark
Gedenkfahrt mit der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich zum Konzentrationslager Risiera di San Sabba/ Triest bzw. zur gemeinsamen Gedenkstätte Italiens, Sloweniens und Kroatiens für die slowenischen und kroatischen Opfer des Faschismus in Gonars
© Landesorganisation Steiermark


Organisation und Unterstützung zahlreicher (Gedenk)Veranstaltungen wie alljährliches Febergedenken an den Aufstand für Demokratie und Rechtsstaat, Gedenkfahrten zu ehemaligen Anhalte- und Konzentrationslagern oder anderen Gedenkstätten sowie Publikationen zu Austrofaschismus und Nationalsozialismus wie W. Anzenberger/Ch. Ehetreiber/ H. Halbrainer, Die Eisenstraße 1938 - 1945. NS-Terror - Widerstand - Neues Erinnern, W. Anzenberger/ H. Halbrainer, Unrecht im Sinne des Rechtsstaates. Die Steiermark im Austrofaschismus oder Ingrid Stadlmayr (VSStÖ Leoben), Die Montanuniversität im Dritten Reich. Eine Spurensuche.


Kontakt:

Prof. DDr. Werner Anzenberger

Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen,
Opfer des Faschismus und aktive AntifaschistInnen

Landesorganisation Steiermark
Tel.: 0664/ 501 22 30
Externe Verknüpfung www.werneranzenberger.at
steirischefreiheit@gmail.com



„Ein Koffer voll Erinnerungen“ – der Workshop zum Holocaust

"Ein Koffer voller Erinnerungen" © Granatapfel
"Ein Koffer voller Erinnerungen"
© Granatapfel


Der Workshop über die Geschichte des Antisemitismus und die Shoah/des Holocausts hat zum Ziel die historischen Ereignisse an Hand von Biografien lebendig zu machen.

Den pädagogischen Impuls liefert der Centropa-Film über die Zeitzeugin Lilli Tauber unter dem Titel Externe Verknüpfung „Ein Koffer voll Erinnerungen".

Ausgehend und bezugnehmend auf diese Lebensgeschichte verknüpft mit lokalen Biografien besteht die Möglichkeit, dass sich die SchülerInnen zu 14 verschiedenen Themen zur Shoah an Hand eines Stationenbetriebs vertiefen. Zum Abschluss wird eine Diskussionsrunde stattfinden in der noch offene Fragen besprochen werden können. Die Referentin präsentiert auch Zeitdokumente ihrer eigenen Familie, die selbst vor dem Nationalsozialismus fliehen musste.


Kontakt:

Granatapfel Kulturvermittlung

Mag.a Ruth Kathrin Lauppert-Scholz
Zertifizierte Kulturvermittlerin
Roßegg 41
8045 Graz
Tel.: +43 699 16969441
Fax.: +43 720 345 353
Externe Verknüpfung http://www.granatapfel.ws
office@granatapfel.ws



_erinnern.at_ Nationalsozialismus und Holocaust Gedächtnis und Gegenwart – Netzwerk Steiermark

_erinnern.at_ © Lamprecht
_erinnern.at_
© Lamprecht

_erinnern.at_ ist das Institut für historisch-politische Bildung über Holocaust und Nationalsozialismus des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF). _erinnern.at_ fördert den Transfer von historischem und methodisch-didaktischem Wissen sowie die Reflexion seiner Bedeutung für die Gegenwart. Die Arbeit von _erinnern.at_ vollzieht sich auf der lokalen/regionalen Ebene durch die Netzwerke in den Bundesländern, in Ausbildungsseminaren für österreichische Lehrkräfte in Israel, sowie in LehrerInnenfortbildungen zu den Themen Holocaust, Nationalsozialismus und Antisemitismus sowie Rassismus. Darüber hinaus entwickelt _erinnern.at_ zu diesen Themenkomplexen Unterrichtsmaterialien und Lernwebsites.

Das Netzwerk Steiermark widmet sich der Vernetzung von Initiativen und Projekten zum Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Steiermark und der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus mit Lehrerinnen und Lehrern an steirischen Schulen. Zudem stellt es regionalspezifische Unterrichtsmaterialien zur Verfügung und initiiert LehrerInnenfortbildungen.



Kontakt:

Dr. Gerald Lamprecht
Aspasiagasse 4
8010 Graz
Externe Verknüpfung www.erinnern.at
gerald.lamprecht@erinnern.at



Generationendialog-Steiermark - Dialogplattform zur Sicherung des steirischen ZeitzeugInnenschatzes

Generationendialog-Stmk © Ehetreiber
Generationendialog-Stmk
© Ehetreiber


Die Plattform Externe Verknüpfung www.generationendialog-steiermark.at ist ein Netzwerksprojekt der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus in Kooperation mit dem Verein CLIO und Peter Webhofer als intergeneratives Dialogprojekt entwickelt. Gefördert im Rahmen des „Generationen-Calls" der FAGD des Landes Steiermark 2013.

Seit 1995 initiierte die ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassimus zahlreiche Erinnerungsprojekte im Zeitraum 1933-1945. Unter dem Motto „Erinnern, nicht aufrechnen" erarbeiteten wir mit regionalen Partnern die Themen „Widerstand und Verfolgung während des Faschismus" in Form intergenerativer Dialog- und Netzwerksprojekte. 2013 entwickelte die ARGE Jugend die Plattform Externe Verknüpfung www.generationendialog-steiermark.at. Sie enthält eine Auswahl an steirischen Gedenkprojekten, Interviews mit ZeitzeugInnen und intergenerative Dialoge zu Themen, die bis in die Gegenwart hineinwirken. Wir stellen den Zeitzeugenschatz als Medium der Demokratie- und Menschenrechtsbildung zur Verfügung. Steirische Gedenkinitiativen sind herzlich eingeladen, ihre Gedenkprojekte (1933-1945) auf unserer Plattform zu veröffentlichen.


Kontakt

Beratung, Umsetzung und Begleitung von Gedenkinitiativen
Christian Ehetreiber
Tel.: 0664 3114954
Externe Verknüpfung www.generationendialog-steiermark.at
christian.ehetreiber@argejugend.at
bzw. Externe Verknüpfung www.argejugend.at




ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Kurt Hohensinner, Wolfgang Schwarz, Hermann Schützenhöfer, Karl Kubinzky © ÖVP-Kameradschaft
Kurt Hohensinner, Wolfgang Schwarz, Hermann Schützenhöfer, Karl Kubinzky
© ÖVP-Kameradschaft


Die „ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich" (Landesgruppe Steiermark) entwickelte sich von einer Interessenvertretung von Opfern des Nationalsozialismus zu einer generationenübergreifenden Organisation des Wachhaltens der Erinnerung an die Zeit der politischen Verfolgung, besonders für die Zeit von 1938 bis 1945. Dieser sozialpädagogische Auftrag soll über die Gegenwart Vergangenheit und Zukunft verbinden. Aufgrund ihrer Geschichte ist die „ÖVP-Kameradschaft" besonders mit dem Bürgerlichen Widerstand verpflichtet. In Kontakt nach außen soll, besonders mit der Jugend und gemeinsam mit den anderen NS-Opferorganisationen, ein Beitrag für Demokratie und Toleranz geleistet werden. Die „ÖVP-Kameradschaft" versteht sich als eine Serviceeinrichtung für ehemals Verfolgte, für Interessierte und auch für die Öffentlichkeit. In diesem Sinne werden u.a. Vorträge, Gedenkfahrten und Diskussionen organisiert.

Kontakt:

ÖVP Kameradschaft
Landesobmann Mag. Wolfgang Schwarz
8010 Graz, Karmeliterplatz 6
Tel.: 0664 1359500



SCHLOSS LIND / das ANDERE heimatmuseum

Gedenkraum Installation Aramis © das ANDERE heimatmuseum
Gedenkraum Installation Aramis
© das ANDERE heimatmuseum


Das ANDERE heimatmuseum wurde 1996 in Schloss Lind (bei Neumarkt in der Steiermark) gegründet. Es beschäftigt sich in Form von „assoziativen Installationen" und Sonderausstellungen mit der jüngeren Zeit- und Sozialgeschichte (so ist im Ausstellungsbereich auch eine Gedenkstätte für das KZ - NEBENLAGER VON MAUTHAUSEN 1942 - 1945 enthalten).

Besonderes Augenmerk gilt der Jugendarbeit: In Kooperation mit dem „Österreichischen Mauthausenkomitee", das  ein breiteres Bewusstsein dafür schaffen will, dass neben dem KZ Mauthausen noch rund 50 andere KZ Nebenlager existierten, bietet das ANDERE heimatmuseum für Schulklassen und Jugendgruppen spezielle Programme zum Thema Erinnerungsarbeit und Zivilcourage in den Gedenkräumen des ANDEREN heimatmuseums an.

Initiiert wurde dieses Gesamtkunstwerk vom bildenden Künstler ARAMIS († 2010), seit 2011 wird es von Britta Sievers und vom Autor und Theatermacher Andreas Staudinger als Zentrum für regionalspezifische Kunst und Alltagskultur weitergeführt.

In den Sommermonaten finden darüber hinaus Literatur- und Musikprojekte, Performances des GEHmuSEHums, sowie Sonderausstellungen statt.

 

Kontakt:

schloss lind / das ANDERE heimatmuseum
8820 St. Marein/Neumarkt
Tel.: 03584 3091
Externe Verknüpfung www.schlosslind.at
info@schlosslind.at
Öffnungszeiten: 6. Mai - 31. Oktober, täglich gegen telefonische Voranmeldung



 
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