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„Wir dürfen niemals vergessen!“ – Gedenken an die Opfer des Holocaust

Stolpersteine in Graz © LT-Stmk/Eigletsberger
Stolpersteine in Graz
© LT-Stmk/Eigletsberger

Am 27. Jänner jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. An diesem Datum wird jährlich an die Opfer des Holocaust erinnert und Gedenkveranstaltungen abgehalten. 

„Die Schreckenstaten der NS-Zeit und die unzähligen Opfer religiöser Verfolgung durch dieses Regime rücken immer weiter in die Vergangenheit, doch niemals dürfen sie in Vergessenheit geraten.", betont Landtagspräsidentin Manuela Khom. In den Jahren zuvor wurde anlässlich des Internationalen Gedenktages mit einer Gedenkveranstaltung im Landtag ein sichtbares Zeichen der offiziellen Steiermark gesetzt. „Dieses Jahr sehen wir aufgrund der Situation rund um Covid von einer solchen ab. Doch auch in dieser herausfordernden Zeit darf das Gedenken an die Opfer von damals nicht an Stellenwert verlieren, wir dürfen niemals vergessen!", so Khom. 

Der Internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust am 27. Jänner erinnert seit 2005 an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, welches als Synonym für die industrielle Massen-vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden steht und heute eine ganz herausragende Stellung in der Erinnerung an die Shoah einnimmt.

„Wer Verantwortung in Politik und Gesellschaft trägt, trägt auch die Verpflichtung, sich kritisch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.", betont Elie Rosen, der Präsident der Jüdischen Kultusgemeinde Graz. „Gerade für Österreich ist das respektvolle Gedenken an die Opfer der Shoah und der wachsame Blick in die Zukunft im Lichte der Geschichte unverzichtbar.", so Rosen. Für ihn ist der Gedenktag der Vereinten Nationen an die Opfer des Holocaust ist eine klare Absage an jede Form von Intoleranz, Aufwiegelung, Bedrohung, Schikane oder Gewalt gegen Menschen oder Gemeinschaften aufgrund ihrer ethischen Abstammung oder religiösen Glaubens.

Doch auch in Hinblick auf die gegenwärtigen Entwicklungen stellt der Präsident der Jüdischen Kultusgemeinde fest: „Trotz der Gräuel und Entrechtung in der Zeit des Nationalsozialismus existieren heute Rassismus, Antisemitismus und Xenophobie unvermindert weiter. In einem von der Europäischen Union veranlassten Forschungsbericht wird sogar eindeutig ein dramatischer Anstieg des Antisemitismus in vielen europäischen Ländern verzeichnet. Gerade deshalb ist das Erinnern auch mehr als 75 Jahre nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes noch notwendig."

 

Graz, am 27.1.2021

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