Neue „Gender Agents“ in Ausbildung

Lehrgang zu zertifizierten Gleichstellungs-Expertinnen und Experten beginnt

Am 9. Juni startet der Lehrgang zu „Gender Agents", also zur Ausbildung von zertifizierten Expertinnen und Experten für Gleichstellung und Gender Mainstreaming, an welchem Abgeordnete sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landtages Steiermark teilnehmen.

Wie bereits in der Gleichstellungsstrategie des Landes Steiermark festgehalten, ist die Geschlechterperspektive systematisch in alle Politikbereiche und in alle Phasen der Politik einzubeziehen. „Gender Agents" haben die Aufgabe, Politik und Verwaltung darin zu unterstützen, dass Gleichstellung zum Nutzen aller Menschen realisiert wird. Mit der Ausbildung zu „Gender Agents" im Landtag soll nun ein weiterer Beitrag zur Stärkung von Gender Mainstreaming geleistet werden.

Landtagspräsidentin Manuela Khom freut sich über die Möglichkeit und das rege Interesse an diesem Lehrgang, welcher das letzte Mal 2013 stattfand: „Gleichstellung und Chancengleichheit sind wichtige Aspekte in der Gesellschaft wie auch in der Wirtschaft, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit verlangen und wesentliche Bestandteile für eine gerechte Ausgewogenheit in vielen Bereichen darstellen.", so Khom, die sich bereits seit über 10 Jahren selbst „Gender Agent" nennen darf und sich noch gerne an diese Ausbildung erinnert: „Der Lehrgang schärft den Blick auf wesentliche Details im Zusammenhang mit Gleichstellung und vermittelt nützliches Know-How und praxisbezogene Tools, die im Sinne von Gender Mainstreaming angewandt werden können.", so Khom weiter.

Die Ausbildung zu „Gender Agents" wird aus dem Ressort für Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Pflege, von Landesrätin Juliane Bogner-Strauß finanziert. Die Landesrätin betont: „Gerade im eigenen Umfeld für die nötige Sensibilität bei Gleichstellungsfragen und generell für mehr Geschlechtergerechtigkeit beizutragen ist ein wichtiger Aspekt dieser Ausbildung. Die Gleichstellungsstrategie des Landes kann so auf allen Ebenen ihre Wirksamkeit entfalten."

Für Landesrätin Doris Kampus ist es gleichermaßen erfreulich wie auch naheliegend, dass der steirische Landesdienst und in diesem Fall konkret der Landtag mit Initiativen zur Gleichstellung und daraus abgeleitetem Aktionsplan ein sichtbares Zeichen setzt und dem hoffentlich viele andere Bereiche folgen. „Im öffentlichen Dienst gibt es keinen Einkommensunterschied bei Männern und Frauen. Das sollte der unbestrittene Standard heutzutage sein. Aber wir wissen, dass es in anderen Bereichen der Arbeitswelt nicht so aussieht und Frauen auch finanziell benachteiligt werden. Hinzu kommt, dass Frauen auch strukturell benachteiligt sind, weil sie häufig in Branchen arbeiten, in denen die Einkommen eher niedrig sind.", so Kampus.

Graz, am 8. Juni 2021

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